Die Krux mit der Transferenz meiner Sichtweise = politisch versus persönlich

Ich hatte schon mal darüber geschrieben

Transferenzen auf der Ebene der Farben und in Bezug zu InterAktionen und Transiten

ich möchte heute nochmals auf meine ganz persönlichen Erfahrungen damit eingehen.

Zuerst mal meine eigentliche Sichtweise

Sichtweise: 3 politisch R – peripher

Der politische Geist, der die Machtstrukturen und Chancen in der Umwelt erkennt und für sich nützen kann.

Meine Sichtweise ist geprägt davon, dass ich Zusammenhänge und Beziehungen auf der materiellen Ebene des Lebens sehr gut wahrnehmen und durchschauen kann. Diese Sichtweise ist eine gute Voraussetzung dafür, selbst erfolgreich zu sein und mich in den politischen oder sonstigen Machtstrukturen zurecht zu finden.

Ich sehe, wer mächtig ist, wer erfolgreich agiert und welche Beziehungen und Strukturen notwendig sind, um besondere Erfolge auf der materiellen Ebene zu erreichen. Ich habe mit dieser Sichtweise ein gutes Gespür für die unterschiedlichsten sozialen Umgebungen und kann auch gut erkennen, was vielleicht verändert und entwickelt werden kann.

Auf Basis dieser Sichtweise verstehe ich es auch, meine eigenen Chancen zu erkennen und vorteilhaft zu nutzen oder auch meine Umgebung selbst zu verändern oder zu gestalten.

aus 64keys

Die Transferenz von politisch ist selbstbezogen

Sichtweise: 6 – selbstbezogen

Jene selbstbezogene Sichtweise, die alles sehr persönlich nimmt.

Meine Sichtweise ist geprägt davon, dass ich alles, was rund um mich passiert, auf mich selbst beziehe. Ich nehme also mein Leben und was in diesem Leben passiert wirklich sehr persönlich. Diese Sichtweise ist eine gute Basis, um meine Individualität zu entwickeln und zu leben.

Dabei werde ich mich auch immer wieder mit anderen vergleichen, aber immer mit dem Ziel, mich selbst zu transformieren. Meine Blickrichtung geht also sehr stark nach innen, auf mein eigenes Tun und Sein.

Ich weiß, dass wenn ich es schaffe, ganz „ich selbst“ zu sein, dies eine der wichtigsten Voraussetzung für ein Überleben in Individualität ist. Dabei lasse ich mich nicht gerne von anderen beurteilen oder kritisieren. Denn nur ich selbst kann schließlich beurteilen, was für mich gut und richtig ist.

aus 64keys

Jetzt ist eben das große Thema meines Lebens, dass ich – seit ich mich erinnern kann – diese selbstbezogene Sichtweise gelebt habe. Ich erkenne zwar auch Anteile meiner eigenen Sichtweise = politisch – aber nicht wirklich so umfangreich wie bei der transferierten.

Ich beschäftig(t)e mich jetzt einige Zeit schon mit dieser Diskrepanz und habe noch keine end.gültige Schlussfolgerung ziehen können – was ich schon weiß ist, dass es mit meiner Kindheit zu tun haben muss – wobei mir da ja eine ziemlich große Zeitspanne fehlt – erinnerungstechnisch.

Was ich allerdings weiß ist, dass irgendwie immer ich an allem schuld war, was tragisches in der Familie passiert ist. Nie werde ich vergessen, als ich kurz vor meiner letzten Scheidung ein nachhaltiges Problem hatte – und während einer Sitzung plötzlich der Satz hoch kam:

„Du bist schuld an seinem Tod – weil ihr immer gestritten habt.“

Das war auf einmal so präsent – und dieser Satz quälte mich ab dann auch geraume Zeit – vor allem, da ich ihn offensichtlich geglaubt hatte – obwohl es absolut unlogisch und unmöglich war, dass er stimmen konnte – ich war 13 und saß in der Badewanne, als mein Bruder einen tödlichen Verkehrsunfall hatte – ca. 30 km von unserer Wohnung entfernt.

Also so gesehen kann ich nicht schuld gewesen sein – und vor allem, welcher Logik entspricht es, dass ich schuld sein sollte daran, dass er einen Verkehrsunfall hatte? Und dann eben auch, weil wir immer gestritten hatten.

Ich habe auch nicht das Gefühl, dass wir immer gestritten hatten – er war 7 Jahre älter als ich – aus 1. Ehe meiner Mutter. Rein gefühlsmäßig war er eher meine BezugsPerson in der Familie – und die brach schlagartig weg – und ließ mich allein zurück.

Aber ich fühlte mich schuldig, weil ich es immer und immer wieder hörte – oder vielleicht auch nur einmal – ich erinnere mich ja nicht wirklich an die ersten ca. 15 Jahre meines Lebens.

Aber als dieser Satz hoch kam, wurde mir auch schlagartig bewusst, warum mich der Film – „The Kid“ – immer faszinierte – vom ersten Mal sehen an – und ich hab ihn mir immer und immer wieder angeschaut – bis zu diesem Tag der Erkenntnis.

Ich hatte auch noch einzelne ErinnerungsFlashes in Bezug auf den Unfall meiner Eltern – als mein Bruder noch lebte – und daran, das ich mich fast nicht rühren wagte, um ja nicht wieder an irgend etwas schuld zu sein.

Offensichtlich hatte ich schon immer ein nachhaltiges SchuldThema – was sich dann ja auch in meiner 2. Ehe auch nachhaltig zeigte – und nach deren Ende dann immer fast schlagartig weg war. Auch das hätte mir schon zeigen können, dass es nicht mein Thema ist.

Aber dieses – Alle persönlich nehmen – ist mir geblieben – ich habe es, als es mir das erste Mal so richtig bewusst wurde – letztendlich auch zu wenig beachtet – und bin erst vor Kurzem wieder auf dieses Thema gestossen.

Was ich aktuell tue, um es auf zu arbeiten ist einerseits eben dieses – mich schuldig fühlen – immer gleich zu erkennen – und es dann sofort bewusst zu hinterfragen, ob es überhaupt wirklich etwas mit mir zu tun hat.

Ups – während ich das jetzt schreibe, wird mir noch etwas bewusst – ich hab ein offenes EmotionalZentrum – beide Elternteile hatten es definiert – was, wenn diese Schuldgefühle gar nie wirklich meine waren?

Naja, immerhin konnte ich schon ein paar Schichten ab graben – aber trotzdem nehme ich – grad Kritik – noch immer sehr sehr persönlich. Mal sehen, wie ich das noch weiter in den Griff bekommen kann, endlich wirklich „meine“ Sichtweise zu leben 😉

BeitragsBild von AnnaER auf Pixabay


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