Ausrede oder Hilfestellung?

Eigentlich ist es immer wieder das Gleiche – mit Dingen wie meinem Analysetool der Human Design Matrix – aber auch – mit meiner bewussten Kommunikation mit dem UnBewussten:

  • Du kannst die Erkenntnisse als Ausrede benutzen, um nicht in die Gänge zu kommen
  • Du kannst die Erkenntnisse als Hilfestellung sehen, wie du deine Ziele noch leichter erreichst

Es ist immer das gleiche Thema – Mangel oder Fülle? Wofür entscheidest du dich?

Was hat das jetzt mit der Human Design Matrix zu tun?

Alles

Ich hatte mit dem klassischen Human Design System begonnen – aber irgendwie passte es nicht – weder die Menschen – noch die Inhalte – also die paar HighLights meines ersten Readings waren super – und auch die Inhalte des zweiten Readings – aber das lag an der Person des Analytikers, weil er auf mich und meine Befindlichkeiten einging – was die meisten der Menschen damals nicht taten – da gab es nur Regeln und Strategien und Autoritäten und NichtSelbst.

Es passte irgendwie Alles nicht – und der endgültige Auslöser, die Ausbildung nicht nach dem klassischen System zu machen war – die Antwort auf eine meiner Fragen – „weil du darauf warten musst, dass dein Generator anspringt.“

Das war sowas von WischiWaschiBlaBla, dass mir die Galle hoch kam – ja, ich hasse es, wenn wer im Coaching dann irgendwelche Standardphrasen drischt – weil mir persönlich zeigt es nur, dass dieser Mensch keine echte reale Erfahrung hat – sondern einfach nur angelerntes Wissen herunter betet – und das ist mir zu wenig.

Solche Floskeln runter beten geht gar nicht – nicht, wenn ich diese Person als MentorIn sehen können sollte. Wenn ich jemanden um Hilfe bitte, dann will ich konkrete Antworten – und nicht irgend ein WischiWaschiGesülze – war schon immer so – und wenn dann ein Coach nur derart rum brabbelt, wird sie/er nie wirklich „mein“ Coach sein.

Gilt übrigens für alle Bereiche meines Lebens – ist mir grad aufgefallen – war auch schon im vorigen Jahrtausend so – mein RhethorikTrainer war auch (m)ein Mentor und die, die im Wifi St. Pölten damals Word und Corel unterreichte wars auch – und beide wurden letztendlich auch FreundInnen.

Dem ExcelTrainer verdanke ich zwar meine TrainerinnenKarriere – aber nur, weil ich bei einer Situation mal dachte – blöder wie der würd ich mich auch nicht anstellen.

Hätte „mein“ HDS Analytiker damals schon unterrichtet, wäre ich vielleicht auch dabei geblieben – so hab ich zu PentaDesign, bzw. 64keys gewechselt – weil dort ging es auch um eigene Erfahrung – zusätzlich zu den Regeln und Vorschriften – und es war Alles irgendwie mehr auf Fülle ausgelegt, denn auf Beschränkungen und Mangel.

Erinnert mich jetzt grad auch an meine NLP Ausbildung – damals hatte ich mir von Beginn an 2 Institute angeschaut – hab bei beiden jeweils so ein Schnupperwochenende mit gemacht – war nach dem einen total begeistert und wollte das andere schon absagen – machte es trotzdem.

Dann war ich beim ersten Institut bei einem weiteren – einwöchigen – Seminar und kam drauf, dass dieses tolle erste Wochenende mit dem tollen Trainer nur eine Eintagsfliege war, die Menschen anlocken sollte – und ich diesen Trainer nie wieder erleben würde – in der ganzen Ausbildung nicht – und entschied mich dann, die komplette Ausbildung doch beim anderen Institut zu machen.

Damals wusste ich zwar noch nichts von Human Design – aber in dem Fall hatte ich schon damals auf mein Bauchgefühl gehört – und bei Human Design wars dann eh klar:

  • springt der Generator an?
  • was sagt die körpereigene Intuition?

Ein konkretes Beispiel, damit wir wieder auf den Titel zurück kommen – nehmen wir (m)ein

offenes EmotionalZentrum

Der große Nachteil

Ich werde von Menschen mit definiertem EmotionalZentrum beeinflusst – und wenn ich dem längere Zeit ausgesetzt bin eben auch konditioniert werde – auf deren Art und Weise mit den Thematiken der jeweiligen definierten Tore zu interagieren.

Da ich deren emotionale Welle aber nicht schon von Geburt an kennen – und auslebe, kann es sein, dass ich beim Aufspringen auf deren Welle schlichtweg ins Schleudern gerate – und es mich hochkant vom Surfboard schmeißt.

Wobei – stimmt nicht ganz – ich wurde von Geburt an von meinen Eltern – die beide ein definiertes Emo hatten – konditioniert – ich lebte deren Wellen mit. Ich war ein echt braves und angepasstes Kind – aufgrund meiner Harmoniesucht des offenen Emos – aber ab und zu explodierte ich – immer dann, wenn sie sich über mich ärgerten.

Also sie ärgerten sich nicht über meine emotionalen Ausbrüche – sondern ich zuckte aus, wenn sie sich ärgerten – und zornig waren – und lebte ihre Emotionen verstärkt aus – anders gesagt, wenn ich auszuckte, dann richtig – und heftiger, als sie es gekonnt und getan hätten.

Kam allerdings nicht oft vor – aber ein anderes Beispiel zeigt es recht deutlich.

Ich hatte im letzten Job einen Kollegen, mit dem es Probleme gab – und dann gab es da mal eine Besprechung mit ihm, einer Kollegin und unseren Chef – und ich wurde sehr emotional, was sonst gar nicht meine Art war – und wurde deshalb auch von unserem Chef eingebremst.

Das zweite Mal passierte es bei seinem Nachfolger – wieder – er und meine Kollegin und unser Chef und ich – und ich hatte mich emotional nicht ganz unter Kontrolle. Ein drittes Mal war es bei einem Elterngespräch – die Teilnehmerin, deren Eltern – beide meiner Kolleginnen – unser Chef und ich.

Da mir in diesem Job nicht wirklich fad war, hinterfragte ich es nicht näher – erst, als ich dann lang Zeit krank war, kam die Erkenntnis:

  • Beim ersten „Vorfall“ hatte der Kollege ein definiertes Emo und stand kurz vorm Rausschmiss – da wars mir im Nachgang dann klar, waren seine Emotionen
  • Beim zweiten „Vorfall“ hatte der andere Kollege allerdings auch ein offenes Emo – und unser Chef hats auch offen – und alle drei bleiben auch im Komposit offen
  • Beim dritten „Vorfall“ wusste ich nicht, ob die Eltern oder die Teilnehmerin definierte Emos hatten
  • Die Sache war mir also eher suspekt – bis ich dann eben mal Alle anschaute – und es war immer die gleiche Person dabei, die ein definiertes Emo hat.

Immer, wenn ich emotionale Befindlichkeiten verspürte, war sie neben mir – ich lebte also ihre Emotionen verstärkt aus – hätte ich gleich beim ersten Mal auf dieses Detail geachtet, hätte ich vielleicht die anderen beiden Male verhindern können – so wars eben eine verspätete Erkenntnis – und umso einprägendere Lernerfahrung.

Noch ein drittes Beispiel – es gab eine Zeit, wo ich sehr verliebt war – wir sahen uns täglich im Job – und es war so der Reiz des Verbotenen – niemand durfte es wissen – bis zu seinem Urlaub. Danach waren weder Schmetterlinge da noch sonst etwas – also die Freude, ihn wieder zu sehen war nicht so, wie eigentlich erwartet.

Das war noch, bevor ich Human Design kennen lernte – und als ich es dann kannte – und mir sein Chart anschaute, sah ich ein definiertes Emo – mit dem Sexkanal – das, was ich auslebte, war seine Verliebtheit – waren seine Emotionen – und dadurch, dass wir uns 2 Wochen nicht real sahen, war bei mir diese Konditionierung einfach wieder verflogen.

Der Nachteil – nochmals zusammengefasst – wenn du ein offenes Emo hast, übernimmst du die Emotionen deines jeweiligen Gegenübers, mit dem du lange real zusammen bist – privat und/oder im Job – und es kann sein, dass du manchmal über reagierst – und auch, wenn du’s weißt, kanns sein, dass du nicht daran denkst 😉

Wobei aber auch das bereits ein Vorteil sein kann – wenn es gute Emotionen sind, die dich weiter bringen – und glücklich machen 😉

Der große Vorteil

Wenn du dich ganz genau kennst – weißt, wie du dich fühlst, wenn du ganz für dich allein bist – deine Konditionierungen aufgearbeitet hast – weißt du sofort, wie es deinem Gegenüber geht – weil es genau das ist, was sich „anders“ anfühlt als normal.

Ich habe 2000 für 4 Monate in Wien gelebt – und ich hätte es nicht ausgehalten – nicht auf Dauer – es waren einfach zu viele Emotionen – und Gedanken – rund um mich. Mein damaliger Freund liebte es, über den Naschmarkt zu schlendern – ich bekam fast PanikAttacken, weil mir das Alles viel zu viel war.

Mir ist es am Liebsten, wenn ich mit meinen LieblingsMenschen in einem netten Lokal sitzen und mich kulinarisch verwöhnen lassen kann – dann kann ich zwar auch an den Emotionen aller anderen mitnaschen – aber nicht so direkt und intensiv.

Meine 3 Lieblingsmenschen haben alle ein offenes Emo – und wir schließen es uns auch nicht gegenseitig – wobei ich mit 2 von den 3en auch „oben ohne“ bleibe – mit dem dritten schließen wir uns elektromagnetisch den Kanal 61-24 – was mich jetzt aber nicht behindert, sondern wir beenden fallweise gegenseitig unsere Sätze, weil wir eben ähnlich ticken – oder in dem Fall dann mit einander gleich Denken und Verstehen.

Resümee

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Einblick geben, dass es immer auch eine Betrachtungsweise ist, wie wir mit den Erkenntnissen aus der Human Design Matrix umgehen – von daher finde ich es eben auch wichtig, dass wir uns zusätzlich zur Rückkehr zu unserem vollen Potential – dieses dann auch als solches erkennen.

BeitragsBild von Kathleen Bergmann auf Pixabay


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