UmsetzerInnen

Ich bin Umsetzerin – gemäß 64 keys – bzw. Generatorin gemäß klassischem HumanDesignSystem. Das heißt, mein Generatorzentrum ist  definiert, habt aber keine direkt Verbindung mit dem Kehlzentrum.

Bei meinem ersten Reading wurde mir dann gesagt, dass ich auf die Einladung warten sollte – nichts aus eigenem Antrieb heraus beginnen – sondern immer erst dann re.agieren, wenn ich gefragt werde – und mein Generator anspringt.

Im ersten Seminar gemäß HumanDesignSystem wurde das dann noch verstärkt und immer wieder betont – warte auf die Einladung – du musst eingeladen werden und erst, wenn dann auch noch der Generator anspringt, dann wirds gut.

Das war für mich jetzt schwere Kost – wo ich doch so gerne immer wieder Neues ausprobiere.

Irgendwann wurde diese Aussage dann relativiert – ja, ich muss auf die Einladung warten – aber diese kann aus unterschiedlichsten Quellen kommen – es kann ein Fernsehbeitrag sein – es kann ein Zeitungsartikel sein – wichtig ist, dass der Generator anspringt.

Das war dann schon eher „meins“.

Mittlerweile hatte ich ja schon gelernt, wie es sich anfühlt, wenn dieser Generator anspringt – dieses wohlige Gefühl in der Bauchgegend – das Gegenteil von dem unguten Grummeln, wenn was nicht so ganz „meins“ ist.

Wobei ich mittlerweile auch weiß, dass es nicht nur den UmsetzerInnen so geht, dass sie warten sollten, bis sie eingeladen werden – wozu auch immer – sondern eigentlich alle Typen davon betroffen sind – und wenn sie es nicht tun, sind nur die Auswirkungen andere.

Bei den UmsetzerInnen ist es eben, dass sie ihre Lebensenergie vergeuden – dass sie sich auspowern – und nichts zurück kommt – dass sie dann wieder Zeit brauchen, um ihre GeneratorReserven wieder aufzuladen.

Ein typisches persönliches Beispiel – ich arbeitete nach einer Scheidung immer wieder als Trainer in AMS-Maßnahmen -für unterschiedliche Institute. Das war immer befristet und Teilzeit – dazwischen war ich arbeitssuchend gemeldet.

Im Herbst 2014 kam ich aufs AMS zu einem Kontrolltermin und mene Betreuerin meinte freudig – ich hab nen Job für Sie – „sozialpädagogische Betreuerin in einem Jugendprojekt“ – so gar nicht meins, das wusste ich schon aus früheren ähnlichen Maßnahmen.

Ich kommunizierte es auch, dass ich das nicht schaffe – tagein und tagaus Jugendliche zu betreuen – nicht in dem Kontext, dass sie auch noch aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen – und ich wusste auch, dass ich die Einstellung einiger derer nicht aushalte.

Sie meinte, sie hat nichts anderes und ich solle mich einfach mal bewerben und schauen, wie es ist – ich wusste, dass es nicht „meins“ ist – scheine das auch aus allen Poren ausgestrahlt zu haben, denn auf einmal sagte sie – „Warten Sie mal, ich hab da heute noch etwas bekommen, aber noch nicht angeschaut – ich such das mal.“

Es war das gleiche Projekt –  es waren 2 Jobs ausgeschrieben –  15 Stunden Sekretariat – und 15 Stunden Standortkoordination. Das wars dann schon eher – und das ungute Grummeln wich einem wohligen zustimmenden.

Ich fuhr daraufhin zu einem Bekannten, der ev. nähere Infos dazu haben könnte – bewarb mich noch am selben Tag – es war ein Donnerstag – am Montag hatte ich Vorstellungsgespräch und eigentlich auch schon den Job.

Ich bekam dann auch noch das Angebot, die restlichen 10 Stunden auf Vollzeit mit sozialpädagogischer Betreuung aufzustocken – und nahm es ach an, obwohl mein Bauchgefühl gleich wieder ungut grummelte – aber es waren ja „nur“ 10 Stunden.

Wie auch immer – der Job war auf 3 Jahre befristet – und rückblickend betrachtet hätte ich – für mich und mein Seelenheil  und meine Gesundheit – nach den 3 Jahren aufhören sollen – und nicht noch um 1 Jahr velängern.

Dass ich das trotzdem tat, war dann keine Entscheidung meines Bauchgefühls, sondern meine Harmoniesucht und dass ich Menschen, die ich mag, nicht im Stich lassen wollte – und rückblickend ist frau – naja, man(n) auch – ja immer gscheiter, wenns ums Bauchgefühl geht.

 

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