Manipulation

Kanal 44-26 - Einfluss, ÜbermittlungIch muss jetzt noch an meinen letzten Beitrag anschließen:

meine Inseln

Durch den Kanal 26-44, der im klassischen HDS auch als Manipulationskanal bezeichnet wird, hab ich ja ein spezielles Radar, wenn es um Manipulation geht – nicht nur, wenn es um mich geht – sondern auch um andere Menschen.

Ich hatte letztens auch im anderen Blog über

Manipulation

geschrieben – aber hier und jetzt möchte ich aus Sicht der Human Design Matrix noch etwas dazu schreiben. Dazu werde ich die Aussagen aus der 64keys Beschreibung genauer beleuchten – aus meiner Sicht:

Diese Spezialisierung befähigt mich, meinen Instinkt zu verwenden um Botschaften, Produkte oder meine Wahrheit zu verkaufen bzw. zu übermitteln.

Ja – kann ich – obwohl ich es über Jahrzehnte nicht (mehr) getan hatte.

Zu Beginn meiner damaligen Selbständigkeit – im vorigen Jahrtausend – hatte ich einen florierenden Seminarraum aufgebaut und betrieben. Auch zu Beginn dieses Jahrtausends hatte ich noch nachhaltige Erfolge zu verzeichnen.

In diese Zeit fiel auch meine 2. Scheidung – und meine 3. Hochzeit. Solange ich beruflich mein eigener Herr war – oder eben meine eigene Frau 😉 – klappte alles Bestens – erst, als ich mich wieder in unselbständige Position begab, stellte ich wieder das Wohl des jeweiligen Projektes in den Vordergrund.

Meine große Gabe ist es, den Ausdruck an meine Zielgruppe anzupassen, sodass Botschaften auch verstanden werden und ich damit meine Ziele erreiche.

Das hat mir in meinem Job als Trainerin und Coach immer gut geholfen, weil ich meine KlientInnen dort abholen konnte, wo sie standen – ohne mich irgendwie anstrengen zu müssen.

Aber es waren nicht meine Ziele, die ich zu erreichen gedacht – sondern deren Ziele – also jetzt sowohl im Coachingbereich – als auch in meinen Trainings im EDV-Bereich.

Ich habe bei den Einsteigerkursen alles unterrichtet – von Kindern bis zu speziellen Seniorenkursen – und ich habe mich immer bemüht, dass immer Alle so viel wie möglich mit nach Hause nehmen können.

Ich kann meine Position sehr spontan an die Umgebung anpassen und damit auch schnell auf geänderte Marktbedingungen und Anforderungen reagieren.

Ein typisches Beispiel – ich besuchte eine Bekannte in der Mittagspause eines ihrer Seminare. Sie bat mich, ihr am Nachmittag zu helfen, weil die Teilnehmer keine Anfänger, sondern Fortgeschrittene waren – und sie alle Hände voll zu tun habe.

Mit einer Co-Trainerin wäre alles viel effizienter für die Teilnehmer und sie kamen von einer Firma, die ihr sehr wichtig war. Ich hatte jetzt so grundsätzlich nichts vor – und hatte auch kein Problem damit, einzuspringen.

Das einzige Problem war – ich hatte noch nie Lotus 1-2-3 unterrichtet. Meine Bekannte meinte – mach einfach das, was du in Excel machen würdest – und dann schaue wir, wie es sich entwickelt.

Nach dem Seminar standen wir noch zusammen und tranken ein Schlückchen Prosecco – und einer der Teilnehmer kam zu mir und meinte – „Ich würde auch schon gerne so gut mit dem Programm arbeiten können wie sie.“ – ich hab ihm lieber nicht gesagt, dass ich vorher noch nie damit gearbeitet hatte.

Ich habe „eine Nase“ dafür, was funktioniert und wer, an welchem Platz in der Zusammenarbeit wertvoll sein kann. Es ist die instinktive und kreative Kunst des Geschäfte machens.

Während meiner Selbständigkeit hatte ich in dem Sinn keine MitarbeiterInnen – und in meinen unselbständigen Jobs hatte ich leider nie die Chance, selbst bei Personalentscheidungen mitreden zu dürfen.

Ich hatte es einige Male gewagt, meine Meinung kund zu tun, wurde danach aber immer schnell entsorgt oder verwarnt, also hab ichs letztendlich lieber sein lassen.

Und das ist immer eine Gratwanderung zwischen Manipulation und dem Stiften von Nutzen bei Kunden oder Käufern.

Das war und ist der Grund, warum ich zu Network Marketing – und allem, was ähnlich funktioniert – mittlerweile ein eher gestörtes Verhältnis habe. Weil die meisten Menschen, die in diesen Bereichen tätig sind, alles tun, um andere dazu zu bringen, dass die das tun, was sie selbst wollen.

Mir war – und ist – es immer wichtig, dass ich meine Möglichkeiten dazu verwende, meinen KundInnen und KlientInnen dazu zu verhelfen, dass sie ihre Ziele erreichen.  Das ist in vielen dieser Branchen auf absolutes Nichtverständnis gestoßen.

Man muss ständig und überall auf seinen eigenen Vorteil bedacht sein – das ist eine Lebenseinstellung, mit der ich nicht klar komme – welche nicht dem entspricht, was mir wichtig ist – und was mit meinen ethischen und moralischen Werten zusammen passt.

Ich hatte mal nen Freund, der sich auf die Fahnen geheftet hatte, dass er Visionär sei – oder auch – dass er sich dazu berufen fühl(t)e, speziell Frauen dazu zu verhelfen, das zu erreichen, was sie wollen.

In Wirklichkeit hat aber auch er nur versucht, die Schwächen dieser Frauen zum eigenen Vorteil zu nutzen. Und ich kam auch erst nach einigen Jahren drauf, dass er auch mich immer zu dem manipulieren wollte, was er gerne gehabt hätte, wie und was ich sein sollte.

Viele Menschen mit dieser Spezialisierung sind Unternehmer, Filmemacher, Journalisten, Werber oder Verkäufer.

Also ich war 15 Jahre selbständige Unternehmerin – und ich werde es auch wieder werden – neben meiner Pension – einfach, weil ich gerne mit Menschen arbeite – aber nur mehr mit jenen, die auch wirklich bereit sind, etwas zu ver.ändern.

Eine Qualität dieser Spezialisierung ist es, effektiv zu sein. Also das Verhältnis von Input und Output zu optimieren, um Ziele vielleicht auch mit etwas weniger Aufwand zu erreichen.

Ich mache seit Beginn meiner Selbständigkeit in 1995 meine Buchhaltung selbst – seit 2005  auch meinen Jahresabschluss und meine Meldungen bei den Behörden und Ämtern.

Im ersten Jahr hab ich mir eine Excel-Mappe angelegt – pro Monat eine Tabelle – und dann eine zusätzliche Tabelle für das Jahr, in welche die Monatssummen automatisch übernommen werden.

Im Laufe der folgenden Jahre habe ich das immer mehr und mehr automatisiert – bis es dann so weit war – und ist – dass ich am Jahresende automatisch die Zahlen so stehen habe, dass ich sie einfach in das entsprechende Formular eintragen kann.

Vor Jahren trieb ich einen Trainer für Excel quasi zur Verzweiflung, weil er uns Verweise erklären wollte anhand von Dienstzettel, die er mit und in Excel erstellen wollte. Wenn man dann eine Dienstnummer eingab, bekam man alle entsprechenden Daten automatisch ausgefüllt.

Aufgrund meines zweifelnden Blickes fragte er mich, wie ich es machen würde – ich erwiderte – „ich mach nen Seriendruck in Word, hol die entsprechenden Daten und Werte rüber – dann starte ich den Druck und gehe einen Kaffee trinken.“

Nach einer kurzen Pause stand ich dann das erste Mal vor Teilnehmern eines Seminares und erklärte dem Trainer und den anderen Teilnehmern kurz und bündig, was man mit Serienbriefen in Word alles anstellen kann 😉

Ein ganz anderes Beispiel – ich helfe manchen meiner Coachees mit Ritualen. Ich halte in der Arbeit mit anderen Menschen nicht viel davon, tagelang auf den Gründen für ein Thema herum zu kauen – wenn ich die Möglichkeit sehe, mit einem einfachen Ritual alles kurzfristig aufzulösen.

Anders bei mir selbst – wenn es um Menschen geht, die mir mal wichtig waren – und  ich keinen Grund erkenne, warum jemand etwas macht, was sie/er macht – dann kann ich oftmals auch nicht mit dem zugrundeliegenden Thema abschliessen – dann belastet es mich oftmals noch geraume Zeit – bis ich dann irgendwann ein Aha-Erlebnis habe, warum genau das genau so geschehen ist. Aber das scheint einen anderen Kanal zu betreffen 😉

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