Druck lass nach ;-)

Kurzfassung – ich habe ein definiertes Wurzelzentrum – ich mach mir selbst Druck – materiellen und existentiellen Druck – oder auch nicht. Das ist aktuell mein Thema – damit klar zu kommen, mir keinen Druck mehr zu machen.

Jahrzehntelang hab ich mir Ziele gesteckt, die ich innerhalb einer bestimmten Zeit erreichen wollte – und großteils auch schaffte – also wenn es Ziele waren, wo es in meinem Einfluss lag, sie realisieren zu können.

Lottosechser wäre z.B. nichts, was aus eigener Kraft umsetzbar ist – das ist daher kein von mir selbst realisierbares Ziel. Ja, ich hab mir fallweise Lottoscheine gekauft, aber eher halbherzig.

Auch jede andere Form von „Glücksspielen“ ist nicht so wirklich meins. Ich hatte auch mal Network Marketing gemacht – und mir selbst – unnötigen – Druck, weil ich auch da was erreichen wollte.

Irgendwann stellte ich dann einfach fest – ich bin keine Vertrieblerin – das Anwerben neuer KundInnen ist nicht meins – und machte dann im letzten Business in dem Bereich über 3 Jahre lang den Support und das Office Management.

Ja – das ist meins – Büro & Organisation & Planung – auf der anderen Seite Feuerwehr zu spielen, wenn irgendwo ein akutes Problem auftritt – und wo ich lösungsorientiert hilfreich zur Seite stehen kann.

Aus diesem Grund war mein letzter Job eigentlich optimal, weil er all das verband, wofür ich lebe. Aber es dauerte letztendlich zu lange. Stimmt nicht – wenn ich nicht (aus verstandesmässigen Überlegungen und emotionalen Befindlichkeiten heraus) noch um ein Jahr verlängert hätte, wärs optimal gewesen.

Andererseits wars trotzdem optimal, weil in dem Jahr noch so viel Negatives passiert ist, dass es mir nicht nur leicht fällt, von unselbständigen Jobs Abschied zu nehmen – sondern – ganz im Gegenteil, ich froh bin, das endlich hinter mir lassen zu können.

Andererseits eben auch Seminare und Coachings – auch das liegt mir – aber ab sofort nur mehr mit Menschen, die wirklich bereit sind, etwas zu lernen oder zu verändern – für alles andere ist mir die Zeit – meine restliche Lebenszeit – einfach zu schade.

Ich hatte meine Freizeit wieder so gestartet, wie ich mein ganzes bisheriges Leben lebte – indem ich bis zur Rente einiges in Haus und Garten fertig haben wollte – ich hab letztendlich nur einen Bruchteil davon geschafft – aber es gibt keine Deadline, die ich einhalten müsste.

Ich bin in Rente – ich kann mir die Zeit lassen – mir die Zeit zugestehen – die ich brauche, um stressfrei meinen 3. Lebensabschnitt zu genießen. Ja, ich merke es selbst, dass eine große Last von mir abgefallen ist – allerdings eine Last, die ich mir selbst – immer wieder aufs Neue – aufgebürdet hatte.

War es mal der Kredit, den einer meiner Exen in die Ehe mitgebracht hatte – ich wollte ihn so schnell wie möglich zurück zahlen – da er keinen Stress damit – und andere Prioritäten – hatte, schaffte ich es auch nicht.

Als ich nach meiner letzten Scheidung den Kredit und das Haus übernahm, hatte ich wieder Stress – ich wollt meinen endfälligen Kredit umstellen – meine Beraterin riet mir ab – Kursverluste – 2 Jahre später machte ichs – ohne Rücksicht auf Verluste – und beim nächsten Termin meinte sie – ich sehe viel lockerer aus – auch damals fiel (m)ein großer Druck von mir ab.

Rückblickend betrachtet ging es immer um mein Bauchgefühl – um mein definiertes Milzzentrum, welches mir immer sagt, was mir gut tut – oder eben auch nicht gut tut- und meinen definierten Generator – der anspringt – oder auch nicht.

Immer, wenn ich auf den offenen Verstand hörte, baute sich zusätzlicher Druck in der Wurzel auf – weil mein Bauchgefühl genau wusste, dass es mir nicht gut tut – mich zusätzlich belastete – mir unnötigen Druck machte.

Meine Tochter hat ein offenes Wurzelzentrum – die fühlt sich von mir fallweise unter Druck gesetzt – bei Dingen, die mir nicht mal auffallen. Letztens hatte ich meinen 60er und Rentenbeginn und überhaupt gefeiert.

Wir hatten vereinbart, wir werden um 16:30 Uhr im Quartier abgeholt. Als meine Tochter gegen 16:10 eintraf fragte ich, wie lange sie zum umziehen brauchen würde – und ich bestätigte dann, dass wir – wie sowieso geplant – um 16:30 Uhr geholt werden können.

Meine Frage setzte sie unter Druck – für mich war es einfach ne Frage, um unser Privattaxi nicht unnötig warten zu lassen, falls es doch später wird 😉

Wobei ich gegen 14:30 Uhr auch kurz überlegte, mich selbst zu stressen – als nämlich meine Freundin anrief, dass sie schon im Quartier sei- und ich überlegte, dass ich sie dort nicht allein lassen möchte.

Aber da dann mein Privattaxi grad erst von der Arbeit heim kam und sich noch etwas renovieren musste, schaffte ich es erst kurz nach 16:00 Uhr, ihr beim Schnüren ihres mittelalterlichen Kleids zu helfen.

Was mir in letzter Zeit auch bewusst wurde, ist, dass ich in Stresssituationen meist die Ruhe bewahre – also in der Firma in meinem Hauptjob der letzten 4 Jahre – wenn irgend was Chaotisches passierte – re.agierte ich ruhig und überlegt – verschaffte mir einen Überblick – machte mir nen groben Plan – und arbeitete dann Punkt für Punkt ab – ich.

Auf der anderen Seite gabs da meinen Nebenjob, bei dem ich fallweise auszuckte, wenn nichts weiter ging, weil irgendwelche Personen ihre Versprechen und Zusagen nicht einhielten – da war wieder das vom Beginn – was dann eben nicht in meinem direkten Einfluss lag.

Was mich auch immer wieder unter Druck setzte war, wenn jemand nicht verstehen konnte oder wollte, was ich sagte – oder schrieb – oder mich um Rat fragte und dann nichts – oder was anderes – tat.

Wobei es auch hier nicht immer so war/ist – sondern eher nur bei jenen Menschen, bei denen ich davon ausgehe, dass sie es könnten, wenn sie es wollen täten.

Ich wollte dir in diesem Beitrag einige Beispiele nennen, was ich unter – ich mache mir selbst Druck – verstehe:

  • Chaos im Aussen initiiert – bei mir – keinen Druck
  • erst, wenn etwas besprochen und geplant ist – und es nicht in meiner Macht liegt, diesen Plan umzusetzen – dann kam der Druck – der Stress – und manchmal auch leichte Panik.

Wie kann mans ändern?

Ich kann dir nur sagen, wie ich es ändern kann:

Durchs bewusste Wahrnehmen – akzeptieren – und gehen lassen. Am Besten funktioniert es – für mich – wenn ich mir ein heisses Schaumbad einlasse und mir nen ErdbeerMilchShake mitnehme, wenn ich mich dann zum ent.spannen in die Wanne lege.

Wenn ich merke, wie das unangenehme Grummeln im Bauch anfängt, stelle ich mir die Fragen:

  • Wofür ist dieser Druck nötig?
  • Brauche ich ihn, um zu überleben?

Und wenn mein Bauchgefühl verneint, dann mache ich eben bewusst irgendwas, was mich ent.spannt. Nein, funktionierte nicht von gleich auf jetzt – aber in den letzten 10 Jahren hab ichs schon ganz schön in den Griff bekommen, mich nicht selbst allzu sehr zu stressen.

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