sich beweisen müssen/wollen

Ich hab ein definiertes EgoZentrum – ich weiß, dass ich gut bin – ich brauche niemanden beweisen, dass ich gut bin – ich bins einfach.

So weit die Theorie – die Praxis zeigte jetzt fast 55 Jahre ganz was anderes – ich war dauernd am Tun und Machen – permanent in Action – konnte nie ruhig sitzen und meine Ruhe in meinem Himmelreich geniessen.

Jetzt saß ich grad draussen – Ziggipause. Bis vor Kurzem wars so, dass ich „schnell mal“ eine rauchen ging. Nachdem ich, wenn ich allein daheim bin nicht im Haus rauche,  nutzte ich die Zeit einfach, um mal für ein paar Minuten in der Sonne hinterm Haus zu sitzen – mit der „Ausrede“, halt eine rauchen zu wollen.

Und wenn ich mich mit Freunden oder Bekannten traf, dann hatte ich immer irgend einen Hintergedanken – ich wollte jedes Mal bewusst abschalten – und mir vielleicht Anregungen holen, was und wie ich „weiter mache.

Vor knapp einer Woche war ich Klientin bei einem Aufstellungstag – und der veränderte mein Leben von Grund auf – es kamen 2 große Themen zur Sprache – einerseits der Schmerz, den ich seit Jahrzehnten in mir „bunkerte“ und auf der anderen Seite das mich „allein fühlen“ – so richtig allein.

Und jetzt grad wurden mir auch mal wieder die Zusammenhänge bewusst – ich wollte mich immer beweisen, dass ich wirklich gut bin – nicht unbedingt mir – aber meinen Ahnen – weil ich wollte ja, dass sie stolz auf mich sein können – damit ich endlich die Liebe spüre, die da eventuell fliessen könnte.

Ich war immer alleine – obwohl ich 3 x verheiratet war – weil ich hatte bisher keine Anbindung an mein Sysem, welches wohlwollend hinter mir steht – ich fühlte mich seit Jahrzehnten von diesem Strom der Liebe abgeschnitten.

Ja – ich hab überlebt – immer wieder – wegen meines definierten EgoZentrums – und meiner Kraft und Stärke, die schon immer in mir war und ist – aber ich musste immer irgendwas tun – mich beschäftigt halten – damit ich über.lebe.

Das ist voneiner Sekunde auf die andere weg – ich bin – endlich – wieder – frei – ich muss nichts – ich darf sein und geniessen. Es wird nicht ewig so weiter gehen – weil ganz ohne nix mag ich eh nicht sein und bleiben – aber dieser Zwang ist weg – einfach so.

Meine Erkenntnis daraus, systemische Geschichten wirken nicht nur tiefer als persönliche Erfahrungen und Erlebnisse – sie wirken auch über die eigene Veranlagung hinaus.

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