offene Emotionen + Konditionierung

Wieder mal das Thema „offenes Emotionalzentrum“, weils mal grad wieder ganz nachhaltig Thema in meinem Leben war.

Ich hatte schon vor einiger Zeit beschrieben, dass ich mal ganz toll in einen Mann verliebt war – und mich dann „komisch“ fühlte, weil diese „Schmetterlinge im Bauch“ schlagartig weg waren, als wir uns 2 Wochen mal nicht sahen.

Und auch schon darüber, dass ich einen Mann liebe, wo dies nicht auf Gegenseitigkeit beruht – und ich immer dann, wenn ich wieder ins schwärmen und träumen verfallen war, seine Nähe gesucht hatte, damit ich von seinem definierten Emotionalzentrum „mitnaschen“ kann – also seine NichtEmotion spüre 😉

Ich wohne ja am „A…. der Welt“ – alleine – ohne direkte Nachbarn, d.h. meine offenen Zentren haben genug Freiraum, um sich immer wieder auf sich selbst zu besinnen – und so auch mein offenes Emotionalzentrum.

In beiden Fällen nahm ich die definierten Emotionen meines Gegenübers wahr – im ersten merkte ich dann, wenn ich allein war, dass es nicht meine Emotionen waren – im zweiteren Fall, dass es sehr wohl meine Emotionen sind.

Und dann gab es auch noch den Frust, den ich während meiner monatelangen AMS-Schulungen hatte – es war nicht mein Frust – es war der Frust der Teilnehmer, den ich dann mit nach Hause nahm – in meinem offenen Emotionalzentrum.

Da diese Maßnahmen auch immer den ganzen Tag andauerten – und im 1. Fall über 6 Monate – und im 2. über 9 Monate gingen – wurde ich dadurch naütlich in meinem Emotionalzentrum auch immer und immer wieder neu beeinflusst – und im Kopf und Ajna kam dann noch das – eh alles egal – dazu.

Doch zwischenzeitlich kann ich eben unterscheiden, ob es meine Emotion ist, welche ich wahrnehme – oder die meines jeweiligen Gegenübers. Soweit der aktuelle Stand.

Und in den letzten Tagen hatte ich wieder eine nachhaltige emotionale Achterbahn – aber auf ganz andere Art und Weise – ich konnte es nicht zuordnen – es war irgendwie „mehr“ als Emotion.

Es gab Vorschläge – und mein Bauch sagte eindeutig „nein“ – nicht jetzt – und es bereitete mir Stress – ich machte mit Druck, weil ich einem Menschen, der mir viel bedeutet, nicht sagen konnte/wollte, dass ich seine Ideen zwar schätze – und auch toll finde – ich selbst mich aber mir der Umsetzung überfordert fühle.

Und das machte mir zusätzlichen Stress – ich hab ein definiertes Wurzelzentrum und ein definiertes Egozentrum – ich bin nicht dafür geschaffen, mir selbst Druck zu machen – und trotzdem verspürte ich ihn ganz klar und deutlich.

Im Gespräch mit meiner Tochter kamen wir dann auf ein anderes Thema – Konditionierung. Sie war ja auch bei meinen Eltern aufgewachsen, d.h. wir hatten beide die gleichen Konditionierungen von meinen emotional definierten Eltern.

Und uns wurde im gemeinsamen Gespräch bewusst, dass das, was da bei mir lief in den letzten Tagen die Harmoniesucht des offenen Emotionalzentrums war – die es jedem recht machen möchte – und vor allem jenen Menschen, die einem nahe stehen.

Ich habe in den letzten Jahren sehr wohl gelernt, nein zu sagen, zu Menschen, die mir eben nicht nahe stehen. Aber da ist diese von klein auf eingetrichterten „Wenn du mit enttäuscht, dann mag ich dich nicht mehr“ – und das hat bei mir in den letzten Wochen mal wieder voll zugeschlagen.

Ich hatte Angst, den Menschen, den ich liebe, zu verlieren, wenn ich ihm sage, dass ich seine Ideen zwar gut finde, es mich aber im Moment mehr stresst, als es mir bringt. Und da ich ja niemanden enttäuschen möchte, habe ich geschwiegen und es in mich hinein gefressen – trotz definiertem Wurzel- und definiertem Egozentrum.

Und gestern ist es mir so richtig bewusst geworden – interessanterweise wusste ich aber auch, dass derjenige, den ich nicht enttäuschen wollte – auch gar nicht enttäuscht wäre – und auch nicht war – aber der alte Glaubenssatz war halt doch einige Zeit stärker als das Wissen darum, dass „eh alles ok ist“.

Na gut – wieder ein persönliches Thema gelöst – und etwas über das offenen Emotionalzentrum gelernt. Es war jetzt – in meinem Fall – nicht so, dass ich da irgendwas von möglicher Enttäuschung wahrgenommen hätte – war auch gar nichts da – hier schlug die uralte jahrzehntelange Konditionierung durch.

Was ich mit diesem Beitrag sagen möchte ist, dass es jetzt nicht bedeutet, dass man in einem offenen Zentrum wirklich frei und ungebremst agieren kann – sondern in offenen Zentren besteht mehr Gefahr, von anderen Menschen konditioniert zu werden, als dies bei definierten Zentren sein kann.

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