Konditionierung = Beeinflussung

Nachdem es am Samstag beim Tag der offenen Tür immer wieder Thema war – und in unseren Zentrenaufstellungen auch gut nachvollziehbar ist – möchte ich wieder einmal auf offene und definierte Zentren eingehen.

An und für sich ist es ja so, dass wir in unseren offenen Zentren von der Umwelt beeinflusst werden – wir sind offen für das, was andere Menschen in diesem Zentrum definiert haben – und wir erkennen oftmals auch gar nicht, dass es so ist.

Möglicherweise gibt es die Idee einer Ahnung, dass manche Probleme durch Beeinflussung von außen kommen – bzw. wird sowieso oftmals davon gesprochen, dass wir eben von unserem Elternhaus bzw. Umfeld geprägt wurden.

Doch die Human Design Matrix legt es klar und offensichtlich „auf den Tisch“ – zeigt es „schwarz auf weiß“ – oder wie immer wir das nennen möchten – und deshalb liebe ich dieses Analysetool so sehr – hier sehe ich auf einen Blick, was ist wirklich „meins“ – und was kommt von der Umwelt.

Dies offenen Zentren können dazu führen, dass wir uns in der Gegenwart unterschiedlicher Menschen unterschiedlich fühlen – manchmal unangnehm berührt – manchmal einfach nur gut – und zwar in jedem Zentrum eben „anders“ – je nach Thematik des entsprechenden Themas.

Wobei mir auch immer wieder wichtig ist, fest zu halten, dass ein offenes Zentrum jetzt nicht bedeutet, dass man selbst nichts von den Themen des jeweiligen Zentrums in sich hat – aber es ist eben jetzt nicht so ausgeprägt, als wenn eben bestimmte Definitionen vorhanden sind.

Definitionen sind eigentlich Herausforderungen, die uns immer und immer wieder begegnen – und offene Zentren haben dem gegenüber die oftmals unangnehme Angewohnheit, dass wir uns noch zusätzliche Dinge „antun“, die gar nicht sein müssten 😉

Ich möchte damit nur sagen, dass es immer „Für und Wider“ gibt – sowohl für offene Zentren, als auch für definierte.

Ich für mich kann sagen, je mehr ich meine definierten Zentren und Themen zulasse – und je mehr ich bei Thematiken meiner offenen Zentren nachhaltig nachfrage, ob das jetzt wirklich was mit mir zu tun hat – desto leichter wird mein Leben.

Da ich mich ja schon geraume Zeit mit mir selbst entsprechend der Human Design Matrix beschäftige, habe ich es mittlerweile ganz gut im Griff, bei mentalen Herausforderungen schnell mal ins Bauchgefühl zu gehen, um zu überprüfen, ob die Thematiken überhaupt mit mir zu tun haben.

Und im emotionalen Bereich sowieso – da war mir meine Offenheit ja schon aufgefallen, bevor ich die Human Design Matrix überhaupt kannte.

Mir war es gestern wieder extrem aufgefallen – ich war bei meinen Eltern – beide emotional definiert – und ich war eigentlich recht gut drauf – trotzdem 🙂

Aber dann „passierte“ etwas, ich bekam einen Anruf, der jetzt nicht wirklich erfreulich war – und ich war kurzfristig niedergeschlagen – aber ich merkte – ich begann, für meine Verhältnisse viel zu heftig zu re.agieren und ergriff die Flucht nach draussen.

Kaum hatte ich die Wohnung meiner Eltern verlassen, war das Problem auch gar kein sooo grosses Problem mehr – meine Mutter hatte es nur sofort wieder ins Negative gezogen – und wollte mir einreden, dass alles Absicht und Betrug und „was weiß ich was noch alles“ ist.

Doch ich wollte mich jetzt nicht auch noch rechtfertigen müssen – und hab dann einfach gesagt „DAS ist es ganz sicher nicht, aber es ist mühsam da jetzt zu diskutieren“ – und hab die Flucht ergriffen.

Nicht die Flucht vor dem Problem, aber die Flucht vor den massig vorhandenen negativen Emotionen, die wie ein Tsunami auf mich klatschten – es war echt erschreckend.

Ich setzte mich ins Auto und fuhr Richtung Unterberg – wollte einfach nur meinen offenen Kopf ausrauchen lassen – und wieder zu meinen ureigensten Emotionen zurück finden.

Interessanterweise rief dann meine ehemalige Schulfreundin viel früher an, dass sie schon zu Hause sei – und ab dem Moment war das Problem überhaupt keins mehr – ich hatte einfach beschlossen, dass ich mich sowieso erst heute drum kümmern könne – und das hab ich dann auch getan.

Aber ist eben schon so – überall, wo wir offen sind, sind wir anfällig gegenüber dem, was in jenen Momenten um uns „passiert“.

Im Gegensatz zu meinen Eltern habe ich auch einen lieben Freund, bei dem ist es immer genau umgekehrt – wenn ich weniger gut drauf bin, ruf ich ihn an – oder bitte ihn, vorbei zu kommen – und binnen kürzester Zeit geht es mir emotional wesentlich besser.

Auch er beeinflusst mich – emotional – mit seinem definiertem Emotionalzentrum – aber in eine für mich wesentlich angenehmere Richtung 😉

Wobei es natürlich  leichter ist, sich jene Menschen aus zu suchen, die einem selbst gut tun, wenn man weiß, wo man am meisten beeinflusst werden kann – und auch immer wird.

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Ein Kommentar zu „Konditionierung = Beeinflussung

  1. Hi ChrisTina, so manches habe ich schon verstanden, auch an meinem definierten Emotionszentrum und dem offenen anderer… Aber ich komme immer wieder ins Grübeln. Wieso lasse ich mich trotz meiner definierten Emotionen immer von fremden Stimmungen beeinflussen – hochwirbeln – runterziehen? Ich spüre die Gefühle anderer, Atmosphären unheimlich intensiv und kann mich nur sehr schwer daraus befreien. Mein Milzzentrum ist übrigens auch definiert, wie überhaupt alles unterhalb des Herzens.
    Nun meine Überlegung: Kann es vielleicht sein, dass definierte Zentren trotzdem noch konditionierbar sind über die offenen Tore, die die allermeisten ja dennoch haben? Mein Emotionszentrum z.B. ist nur über Kanal 6/59 definiert, alle anderen Tore sind offen. Ich meine, alles, was offen ist – ob es nun Zentren, Kanäle oder Tore sind – erzeugt doch immer einen Sog durch die „Anziehungskraft dessen, was ich nicht habe“ („genetischer Imperativ“). Dieser Sog mag in einem definierten Zentrum zwar geringer sein, ist aber dennoch vorhanden. Was meinst du?
    Beste Grüße von Angela

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