Druck lass nach ;-)

Das nächste Kapitel aus Libellchens Geschichten für den Verein, welches auch in Ihrem Buch „Ich sehe mich“ zu finden ist:

Kapitel 9 ==> Druck

vorweg dazu wieder ein paar Auszüge aus der Geschichte selbst, die ganz gut beschreiben, worum es bei einem offenen Wurzelzentrum gehen kann:

Das Libellchen schwitzte. Sie hatte sich zwar schon in den Schatten gesetzt, doch sie schwitzte trotzdem. Vor ihr lag die zweite Seite ihrer „Hausarbeit“. Als Überschrift stand Stress und darunter hatte das Libellchen Druck geschrieben. Doch mehr war ihr dazu noch nicht eingefallen. Machte sie sich Stress wirklich selber? Sie hatte fallweise schon das Gefühl einem gewissen Druck ausgesetzt zu sein, aber der kam ja von ihrer Umwelt und nicht von ihr selber. Das Libellchen grübelte und schwitzte.

oder auch nachstehende Textpassagen:

Natürlich kannte sie Druck. Früher in der Schule oder auch später im Job. Aber das war kein Druck den sie sich selber machte, oder? Sie wusste es nicht. Sie glaubte es aber auch nicht. Man musste ja sein Bestes geben, sonst kam man ja nicht weiter auf dieser Welt. Was sollte sie bloß schreiben? Sie fühlte die Panik die in ihr hoch stieg. Was, wenn ihr nichts dazu einfallen würde, was, wenn sie nichts zu diesem Thema schreiben konnte, würde MagdaLena die Zusammenarbeit mir ihr beenden? Musste sie dann von hier wieder weg? Konnte ihr dann keiner helfen?

Und da fielen ihr die Worte von MagdaLena wieder ein. Im Himmelreich gibt es keinen Stress. Also wieso hatte sie gerade Panik? MagdaLena würde sie nicht wegschicken, wenn ihr nichts zu dem Thema einfiel, doch sie hatte plötzlich einen enormen Druck empfunden. Kam der wirklich aus ihrem Inneren? Diesmal auf jeden Fall. Sie hatte keinen Druck von außen, doch hatte sie Panik in ihr gefühlt. War es das was MagdaLena meinte. Machte sie sich ihren Druck wirklich selber?

War ihr das schon öfter passiert? Hatte sie sich vielleicht schon öfter Druck gemacht, wo es gar nicht notwendig gewesen wäre? Ihr fiel ihr Jobverlust ein. Ihre Firma hat die österreichische Niederlassung geschlossen und sich mit einer einvernehmlichen Lösung des Dienstvertrages von ihr getrennt. Sie hatte Panik geschoben. Hatte sich schon unter der nächsten Brücke gesehen. War total unter Strom und verzweifelt. Im Endeffekt total überflüssig, da sie effektiv keine einzigen Tag wirklich arbeitslos war. Sie ist von einem Job in den nächsten gewechselt.

O mein Gott! Mach ich das wirklich selber? Mach ich mich selber fertig, wo es gar nicht notwendig wäre? Das Libellchen war erschüttert. Sie ließ sich auf die Bank fallen und atmete tief durch. Hatte sie sich ihr Leben selber unnötig schwer gemacht? Sie war noch nie wirklich in eine Notsituation geraten, doch sie hatte oft Angst davor gehabt. Im Nachhinein betrachtet, jedoch immer unnötig.

Ich selbst habe das Wurzelzentrum definiert, aus diesem Grund sollte ich oben gesagtes eigentlich nicht unbedingt nachvollziehen können – tja – sollte 🙂

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass das „sich selbst Druck machen“ nicht unbedingt etwas mit dem offenen Wurzelzentrum zu tun hat, sondern eher mit „oben ohne“ – das im Kreis denken und Horrorszenarien ausmalen – und darauf springt das Wurzelzentrum an – vor allem, wenn es eben offen ist.

Was macht ein offenes Wurzelzentrum aus?

Dass der materielle und existenzielle Druck der Menschheit relativ ungefiltert von aussen rein kann – und – solange es einem nicht bewusst ist – sich dann auch ungehindert ausbreitet und Stress produziert.

In den von Libellchen geschilderten Beispielen war es – meiner Meinung nach – aber nicht nur dieser Druck aus der Umwelt – sondern eben auch die eigene Offenheit dem Denken und Verstehen der Menschheit gegenüber.

Ich hab das Wurzelzentrum definiert – aber ich kenne das auch, dass ich manchmal rotiert war, wenn ich in „bedrohliche“ Situationen kam. Was Libellchen und ich jetzt aber gleich haben ist das offene Kopf- und Ajna-Zentrum, von daher stelle ich mal die Hypothese auf, wenn das definiert wäre, würde auch sie gar nicht auf die Idee kommen, sich durchs Grübeln selbst Druck zu erzeugen.

Und ich hab mir meinen Druck auch immer selbst gemacht – trotz definiertem Wurzelzentrum – weil ich vom Denken und Verstehen her eben konditioniert war auf so Floskeln wie

Man musste ja sein Bestes geben, sonst kam man ja nicht weiter auf dieser Welt.

Die waren ganz tief eingeprägt – diese und noch zahlreiche andere – aber ich glaube, nicht im Wurzelzentrum, sondern im Kopf. Warum ich das glaube? Weil, seit ich es nicht mehr zulasse, dass derartige Gedanken in meinem Hirn herum spuken, es mir persönlich viel besser geht – und ich die Ruhe leben kann, die man Menschen mit definiertem Wurzelzentrum nachsagt.

Aber im Prinzip stimmts schon auch, was Libellchen beschreibt – dieser Druck kann bei einem offenen Wurzelzentrum ganz massiv und nachhaltig von aussen auf einen einströmen.

Ich hab jetzt das Problem, dass ich nicht unbedingt nachvollziehen kann, wie es Menschen mit einem offenen Wurzelzentrum gehen könnte – aber wir haben einen Weg gefunden, dass dies trotzdem ansatzweise möglich ist – durch Zentrenaufstellung.

Und da war eben Libellchens offenes Wurzelzentrum ein ganz tolles Aha-Erlebnis – nicht nur für mich. Wir beide haben ähnliche Veranlagungen – von daher kann ich einiges von dem, was sie betrifft, auch sehr gut nachfühlen.

Beim Wurzelzentrum wars dann eben anders – ich hatte zuerst meine Veranlagung „aufgelegt“ – und unser gemeinsamer Freund hatte sich in alle Zentren gestellt und sich da rein gefühlt. Und dann hab ich die beiden Zentren, welche das Libellchen offen hat (im Gegensatz zu mir) – raus genommen – also geöffnet – und er hat sich nochmals in die Matrix gestellt.

Er wäre beinahe umgekippt – meinte dann, es fühle sich für ihn an, als ob er keine Beine hätte – und auch ich habs dann „ausprobiert“ – und wirklich, es war ein Gefühl, als ob da überhaupt keine Beine da wären – keine Erdung – keine Verwurzelung mit Mutter Erde.

Mein Tipp für alle Menschen mit offenem Wurzelzentrum – sich immer und immer wieder „erden“ – Baummeditationen – im Garten arbeiten – aber auch, bewusst aufkommende Druck vorbei ziehen lassen – sich immer und immer wieder bewusst machen, dass man selbst offen ist – keinen materiellen Druck haben muss, sondern diesen großteils aus der Umwelt übernimmt.

Ich sag immer – stell dirs vor wie auf einem Bahnhof – „treten Sie einen Schritt zurück, die Türen schliessen automatisch“ – und dann lass den Druck der Menschheit an dir vorüber fliessen.

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