„alleine schlafen“

Ich hab grad noch einen „alten“ Beitrag gefunden, der unter Entwürfe abgelegt war – ihn hiermit nachreiche – ursprünglich veröffentlicht am 2008-09-27

Hallo ihr Lieben,

für Alle, die mich schon vermisst hatten – es war eine für mich etwas dichte Zeit, in der ich sowohl die Scheidung über die Bühne brachte, als auch die Regelung, das Haus behalten zu können – und daraus resultierend auch einiges getan habe, was mir auf die Schnell genug Geld bringt, um es mir auch wirklich leisten zu können.

Ich hatte in der Zeit nicht auf HDS vergessen – im Gegenteil, es gab noch einige weitere tolle Aha-Erlebnisse, aber es war einfach eine Zeit, wo das Blog-Schreiben jetzt nicht an oberster Stelle stand – was sich aber jetzt wieder ändern wird (*droh*).

Eine ganz witzige – oder auch interessante – Erfahrung habe ich gemacht. Beim Human Design System geht es ja auch irgendwo darum, dass sich manche Typen auch wirklich den Freiraum schaffen sollen, allein schlafen zu können. Ich gestehe, ich bin jetzt zu faul, nach zu lesen, für wen das empfohlen wird, möchte hier aber meine eigenen Erfahrungen damit mit-teilen.

Vorweg dazu gesagt – meine mittlerweile Exmann hat sowohl Kopf als auch Ajna definiert – und ich bin „oben offen“ – was bedeutet, dass ich in meinem Denken jetzt jahrelang durch ihn konditioniert wurde.

Was ja jetzt nicht wirklich negativ sein muss – sondern ganz im Gegenteil – sogar sehr bereichernd sein kann. Allerdings bringt es den „offenen Mind“ eben auch weg von dieser Offenheit – und der offene Mind kann sich auch nicht regenieren, wenn er permanent mit einem definierten zusammen ist.

Das jetzt mal so „gscheit geredet“ – im Nachinein, oder auch im Rückblick. Denn – und das ist jetzt mein absolutes Aha-Erlebnis der letzten Wochen – es macht wirklich einen Unterschied – zumindest für mich.

Anfang August war mein Mann für über 2 Wochen weg – und es war eigentlich seit 23 Jahren die erste längere Zeit, wo ich wirklich „allein geschlafen“ habe – im wahrsten Sinne des Wortes.

Konditionerung erfolgt ja jetzt nicht als bewusster Akt – sondern definierte Zentren „strahlen“ sozusagen auf offene ab – und die offenen nehmen die Definitionen zwar nicht bewusst wahr – aber unbewusst auf und an.

Und so denkt ein offener Mind eben immer wieder mal wie der definierte, mit dem er schlafenderweise die Nächte verbringt – oder auch tagsüber dauernd zusammen ist.

Und wenn dann diese Denkweise des definierten Minds für den offenen eigentlich nicht wirklich stimmig ist, dann kanns dabei zu Komplikationen kommen.

Worauf ich hinaus will ist, dass ich einfach ganz anders schlafe, wenn ich allein bin. Es war jetzt zwar eine Umstellungsphase, die etwas chaotisch verlief, aber zwischenzeitlich pendelt es sich wieder ein – auf meinen Level – und auf meine Struktur.

Jetzt hatte ich wieder 2 Wochen mein Bett allein – von 7. bis 22.9. – da kamen noch einige unruhige Nächte – das kann aber auch am Stress gelegen sein, weil ich als Selbständige doch etwas Mühe hatte, die Bank davon zu überzeugen, dass ich mir das Haus weiterhin leisten kann – und auch eine für beide Seiten annehmbare Lösung finden wollte.

Aber die letzten Nächte waren total (w)irr – ich merke jetzt wirklich diese offenen Zentren – wo eben nicht nur meine ureigensten Gedanken herum schwirren, sondern wirklich auch Ideen kommen, die für mich jetzt nicht nachvollziehbar sind, woher die stammen.

Ich schlafe jetzt nicht unbedingt ruhiger – träume viel öfter und auch viel wirrer – aber ich bin in Summe viel ausgeschlafener, wenn ich am Morgen aufwache. Und ich habs voriges Wochenende geschafft – auch das erste Mal seit 23 Jahren – wirklich erst nach 10 Uhr auf zu wachen.

Was mich am meisten faszinierte war, dass ich wochen- ja monatelang teilweise absolute Panikattacken und Existenzängste hatte, wie ich das Alles auf die Reihe bekommen könnte – bevor ich das Thema dann wirklich angesprochen hatte.

Und dann bei den ersten beiden Wochen, in denen ich allein geschlafen habe, wurde ich immer ruhiger und zuversichtlicher – und es kam eine Idee nach der anderen – ganz von selbst – so, als wäre irgend ein Ventil aufgemacht worden, wo der ganze Druck entweicht – und danach klares Denken zurück bleibt.

Ich weiß jetzt nicht, ob das verständlich ist, was ich meine – mein Denken ist jetzt zwar teilweise viel (w)irrer als vorher – aber doch klarer und nüchterner. Anders gesagt, ich gestehe mir Überlegungen zu, die ich vorher irgendwie unterdrückt hatte.

Ich bin mir jetzt auch viel selbst-sicherer – und ich glaub, das hat schon viel mit der nun fehlenden unbewussten Konditionierung zu tun – mein Denken ist wieder viel offener – und bleibt es auch – und kann sich Nächtens auch erholen, weil es eben nicht mit einem anderen Menschen in Kontakt steht.

Natürlich geht diese nächtliche Konditionierung nicht nur auf den „offenen Mind“, sondern betrifft jedes offene Zentrum – aber das Thema meiner letzten 8 Jahre war eben der „offene Mind“, der durch das definierte Kopfzentrum und Anja permanent konditioniert wurde.

Mein 3. offenes Zentrum hat jetzt nächtens nicht so viel „abbekommen“, weil auch mein letzter Partner ein derartiges offenes Emotionalzentrum hatte – ansonsten habe ich eher ihn konditioniert, aber das kann ich jetzt nicht wirklich nachvollziehen.

Zu meiner vorigen Ehe noch – jetzt in Bezug auf „offenen Mind“ – da hatte auch mein Partner damals eine relativ offenen Mind – und von daher haben wir uns damals auch nicht wesentlich beeinflusst. Was mir auch jetzt erst bewusst wurde, seit ich wieder „be-frei-t denke“ 😉

Jetzt ist es natürlich nicht so, dass man sich unbedingt scheiden lassen muss, wenn eine Person offen und die andere definiert ist – was ich mit diesem Beitrag sagen wollte ist, dass Menschen mit komplett „offenem Mind“ vielleicht die Möglichkeit in Erwägung ziehen sollten, sich getrennte Schlafzimmer zu gönnen, damit sie diesem eben die benötigten Ruhepausen gönnen können.

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