Under Pressure

ursprünglich veröffentlicht am 2010-04-11

Menschen mit offenem Wurzelzentrum (lt. HDS) stehen oftmals unter permanenten Druck.

Wie gut ich das kenne – über Jahrzehnte hinweg hat mich dieses Phänomen begleitet. Nur – das Problem dran – ich hab kein offenes Wurzelzentrum – ich hab ein definiertes ;-(

Dieses Thema beschäftigt mich jetzt schon seit dem ersten Tag, wo ich begonnen habe, meine Hausübung für meine PentaDesign-Ausbildung zu machen – indem ich mir stundenlang englische DVDs des Begründers des Human Design Systems rein ziehe.

Und letzte Nacht ist es mir dann mal wieder wie Schuppen von den Augen gefallen.

Ich hab jahrzehntelang unter dem Druck gelebt, überleben zu müssen – und auch permanent dafür zu arbeiten – mich aus zu powern, bis ich erschöpft umgefallen war.

Und voriges Jahr kam der erste Einbruch – interessanterweise ziemlich ein Jahr nach meiner letzten Scheidung, bei der ich nicht nur das Haus, sondern auch den Kredit und alle anderen überzogenen Konten behalten hatte – und dann noch Megazoff mit unterschiedlichen Versicherungen hatte.

Mitte vorigen Jahres dann eben der Zusammenbruch – die Erkenntnis, dass ich das Alles allein nicht schaffen kann – und gleichzeitig die Erkenntnis, dass aber niemand da ist, der mir mal kurzfristig „unter die Arme greifen“ würde und wollte.

Im tiefsten Loch meines bisherigen Lebens kam dann ein nächtlicher Anruf, der einfach fragte „wie geht es dir?“ – das war irgendwie sowas von überraschend – von einem Menschen, mit dem ich bisher wenig privaten Kontakt hatte – aber die Erkenntnis, da ist jemand/etwas, der Anteil nimmt an meinem Schicksal – und zwar genau dann, wenn ich irgendwas wie Hoffnung brauchte.

Ich raffte mich wieder auf – suchte mir einen unselbständigen Job, damit ich meine laufenden Zahlungen wieder halbwegs in den Griff bekam – und handelte mir dort auch wieder Troubles ein.

Binnen kürzester Zeit kam ich wieder mal „unter Druck“ – selbstverschuldet, eh klar – weil genau das brauchte ich – um endlich auf zu wachen und drauf zu kommen, worum es eigentlich geht – also jetzt speziell für mich – und in meinem Leben.

Es gab eine Aussage Anfang Dezember „Wer sagts denn, wenn man euch gscheit unter Druck setzt funktionierts ja doch noch“ – was mich wieder mal überraschte, denn dies war ein Zeitpunkt, wo ich mich eigentlich absolut nicht unter Druck gesetzt fühlte.

Naja, kurze Zeit später – im Weihnachtsurlaub – kam dann der nächste Zusammenbruch, wo mein Körper meinte, ich solle jetzt endlich mein Leben grundlegend überdenken – und ich tats natürlich noch immer nicht – nicht in der Form, wie es möglicherweise gesünder gewesen wäre 😉

Ich schaltete zwar etwas zurück mit meinen selbständigen Tätigkeiten, aber wirkliche Ruhe fand ich noch immer nicht – dauernd war irgendwas zu tun.

Na dann – aller guten Dinge sind 3 – und derer Gegenteile bei mir meist auch – heftige Grippe – knapp an ner Lungenentzündung vorbei – diesmal echt ruhig gestellt – ans Bett gefesselt – und trotzdem – das 2. Modul der PentaDesign-Ausbildung trieb mich nach einer Woche trotzdem wieder aus dem Bett.

Und ich bin froh drüber – jetzt gibt es diese Hausaufgabe – keynoting unseres eigenen Designs – und ich sitz hier und geb mir eben diese DVD – immer und immer wieder – nebenbei – wozu hab ich Suggestopädie gelernt – das Unbewusste lernt, während ich FarmTown spiele 😉

Jetzt kommt da eben – offene Wurzel = under pressure

Na super – und?

==> Was, wenn wer mit definierter Wurzel jetzt an die 20 Jahre fast permanent unter Druck gestanden war?

==> Was, wenn diese Person immer dann krank wurde, wenn es grad mal keinen nachhaltigen Druck gab?

==> Was, wenn in der Zeit, wo andere meinten, mehr Druck aus zu üben, diese Person eigentlich viel ruhiger und entspannter war als die meiste übrige Zeit?

Oh yeah – da gibts noch einen Satz auf der DVD

über Menschen mit offenem Kopfzentrum:

you think about things, that do not matter

und dann noch über ein offenen Verstandeszentrum:

trying to be certain

bzw. dann noch die Zusammenfassung von offenem Kopf- und Verstandeszentrum:

thinking about things, that dont matter and being certain about it

Na super – was, wenn ich mir den permanenten jahrzehntelangen Überlebensdruck eigentlich immer nur selbst gemacht hatte – eben dadurch, dass ich überzeugt davon war, dass ich viel arbeiten muss, um wirklich mal erfolg.reich werden zu dürfen.

Und wenn mir mein Körper schon seit geraumer Zeit nachhaltig auf.zeigt, dass dies jetzt aber gar nicht „mein Thema“ ist 😉

Und nicht nur mein Körper – danke an alle, die es immer wieder versucht haben, mir erklären zu wollen – ich konnte es nicht einfach „glauben“ – ich musste für mich selbst drauf kommen – und das hoffentlich noch rechtzeitig 🙂

Weil eigentlich habe ich fest gestellt – seit ich immer mehr auf meine Körper höre – also die ersten Anzeichen von Unpässlichkeiten zur Kenntnis nehme – und darauf re.agiere, seither ist auch der Überlebensdruck immer mehr zurück gegangen – und ich bin viel ruhiger.

Seit ich immer mehr auf meinen Körper höre – und meinen Verstand in die Schranken weise – seither wird das Leben eigentlich immer leichter – und der Druck, etwas unbedingt rechtzeitig fertig stellen zu wollen – dieser Druck, der mich immer wieder „krank machte“ – der kam eigentlich nie „von Außen“ ;-(

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