Seelenverwandt oder Konditioniert?

ursprünglich veröffentlicht am 2009-01-28

Ich hatte schon wieder mal ein Aha-Erlebnis – gestern beim Schneeschaufeln – weil da kann frau nicht wirklich viel anderes machen als schaufeln und grübeln – sich den Kopf zerbrechen – oder eben auch nicht 😉

Da ist es ja so, dass ich „oben ohne“ bin – also Kopf und Verstand sind offen – und das sogar ziemlich nachhaltig.

Und dann gabs da ne Zeit, wo ich mich voll gewundert hatte, weil ich oftmals „das Selbe“ dachte wie mein Ex – also der letzte aus der Reihe derer, die da bereits wieder von mir gegangen sind.

Das war für mich damals was, was ich aus meinen früheren Beziehungen nicht kannte – und das mich unheimlich faszinierte – und mich schon fast in Richtung seelenverwandt denken ließ – obwohl ich gegen diesen Begriff eigentlich ne Abneigung habe.

Aber gut – es war halt was ganz besonderes – und von daher wurde dieses Wesen auch auf einen ganz speziellen Sockel gestellt.

Und gestern beim Schneeschaufeln fiel mir eben auf, dass es Dinge gab – eben genau in dieser Zeit – die für mich – jetzt rein vom Denken her – ganz logisch waren – und wenn ich heute drüber nachdenke kommen mir nachhaltige Zweifel, wie ich auf derartiges habe kommen können.

Da aber der Schnee sehr viel war – immer wieder – seit gestern – hatte ich jetzt auch lange Zeit, über diese Thematik des Denkens nach zu denken (ich weiß, ich bin pervers ;-)) und kam zu dem Schluss – dass es eigentlich ganz logisch ist, was gelaufen war.

Mein 2.Ex hatte auch offenen Kopf und Verstand – und der 3.Ex eben nicht – der war voll definiert – bei beiden – und da ich ja mehr oder weniger Tag und Nacht eher nur mit ihm zusammen war – habe ich automatisch auch sein Denken und Verstehen mit übernommen – unbewusst – und auch nicht beabsichtigt – war einfach so.

Aber eben im Vergleich zu seinem Vorgänger wurde es jetzt auch verständlich, warum es damals eben nicht so war – naja, – beide „oben ohne“ konditionieren sich nicht gegenseitig – also besteht auch nicht zwangsläufig der Bedarf an gleichen Gedanken.

Wenn das jetzt irgendwie verständlich ist, was ich damit sagen möchte 😉

Angefangen hatte es mit der Idee, dass ich seit meiner Scheidung von vor knappen 3 Monaten wahrscheinlich mehr Besuch hatte als in den vorhergehenden 7 Jahren – also dürfte das jetzt nicht unbedingt „nur“ an mir gelegen sein.

Wenn ich mich nämlich zurück erinnere – an die 4 Jahre zwischen meiner 1. und 2. Ehe – dann war ich zu der Zeit auch nicht wirklich viel alleine – naja, in zweiter Ehe hätte ich mir oftmals gewunschen, nicht immer solche Familienmaßen um mich zu haben – zeitweise.

Daher dachte ich dann auch – jetzt dann eben in 3. Ehe – dass dies jetzt das ist, was von mir ausgeht – aber da es jetzt eigentlich schlagartig nicht mehr so ist, wars vielleicht gar nicht ich, der die Freunde und lieben Besucher nicht ins Haus gelassen hatte.

Und da ich jetzt über das „besucht werden“ nachgrübelte fiel mir dann auch das auf mit „gleiche Gedanken denken“ – no na ned – wenn schon konditionieren lassen, dann gleich so richtig.

Erklärt mir auch, warum ich die letzten Wochen meiner letzten Ehe total unruhig und nervös war – kein Wunder – wenn ich da bei seinen Gedanken mitgenascht hatte, die da schon in seinem Kopf rum schwirrten – und was ich nachträglich drauf gekommen bin, in welche Richtung die gingen.

Und auch der Überlebenskampf ist schlagartig weg – die panischen Existenzängste, die mich in den letzten 3 Jahren immer wieder heim gesucht hatten. Da ich zur Zeit absolut am Tiefstpunkt angelangt bin, müsste ich ja jetzt schlichtweg durchdrehen – doch es geht mir rein psychisch wesentlich besser als in den letzten 3 Jahren.

Zugegeben – ich hör auch immer bewusster und öfter auf mein Bauchgefühl – und das jetzt noch mehr seit meinem ersten HDS-Reading – aber trotzdem ist es nicht „normal“, wie sich mein Denken fast von einem Moment auf den anderen verändert hat.

Noch etwas fällt mir grad ein – wenn ich in den letzten Wochen meiner letzten Ehe – ja ich weiß, klingt bescheuert, aber es gefällt mir einfach – „zu Hause“ war, fühlte ich mich total unrund – und irgendwie gezwungen, hier zu bleiben – und wenn ich unterwegs war, dann hätte ich meinem damals noch nicht Ex am liebsten alles an den Kopf geworfen, was mir in den Sinn kam.

Und als er das erste Mal für 2 Wochen weg war – kehrte eine absolute Ruhe in mein Denken ein – was schlagartig wieder weg war als er zurück kam – und bei seiner nächsten 2-wöchigen Abwesenheit wars dann für mich schon fast krampfhaft, mir vor zu stellen, dass er nochmals zurück kommt – und es war eben auch in mir komplett anders.

Ich hab mich einfach im Denken befreit – und ich brauch mir selbst keinen Druck und keine Panik mehr auf erlegen – weil ich sowohl im denken – als auch im Verstehen – frei und offen – eben nicht definiert und fest gelegt bin – ich kann endlich wieder alles an- und aufnehmen, was mir in den Sinn kommt – und beschränke mich nicht mehr durch Konditionierung eines anderen Menschen.

Witzigerweise bin ich seit meiner Scheidung auch meistens mit Menschen zusammen, die ähnlich „oben ohne“ sind wie ich – irgendwie kann ich momentan auch nicht mit Menschen, welche Kopf und/oder Verstand definiert haben – da fühle ich mich sofort total eingeschränkt.

Schon witzig, war mir früher eben nie aufgefallen – zumindest nicht bewusst – eher eben mit einem körperlichen Unwohlsein (naja, hab ja ne definierte Milz – die darf das) – und einer BeDrücktheit.

Naja, mal sehen, was da noch an Erkenntnissen hochkommt in nächster Zeit.

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