offenes Emotionalzentrum

ursprünglich veröffentlicht am 2008-05-16

Ich hat vor einiger Zeit die Idee, dass ich einfach nicht für „echte“ Gefühle programmiert bin, weil ich unheimlich verliebt war – und als ich mit dieser Person einige Zeit keinen realen Kontakt mehr hatte, war auch „die Liebe“ weg.

Damals kam ich auf die Idee, dass ich vielleicht nicht wirklich in Menschen, sondern eher „in die Liebe“ verliebt wäre – wenn überhaupt.

Und jetzt hatte ich grad mal wieder ein Aha-Erlebnis in der Badewanne.

Klar, wenn ich mit einem Menschen Kontakt habe, der ein definiertes Emotionalzentrum hat, dann nehme ich dessen Emotionen wahr – und auch auf – und verstärke sie sogar noch.

Wenn ich aber mit diesem menschen über einen längeren Zeitraum keinen realen Kontakt mehr habe, dann verliert sich auch das Gefühl, d.h. ich bin nicht mehr im Banne seines definierten Emotionalzentrums.

Ich kann mich noch erinnern, dass ich mir während meiner Schulzeit oftmals „komisch“ vorkam, weil ich jetzt nie wirklich das Gefühl hatte, das mich mit bestimmten Menschen mehr verbinden würde wie mit anderen.

Und noch vor einiger Zeit wunderte es mich, wenn ich meine Verwandtenbesuchstour machte – warum ich manchmal eher depressiv zurück kam – und manchmal sehr gut aufgelegt – und rückblickend kann ich sagen, es hing immer davon ab, bei wem der letzte Besuch war.

Fuhr ich von meinen Eltern zu meiner Freundin und dann heim, dann war ich immer „gut drauf“ – wenns umgekehrt war, eher nicht 😉

Was sonst noch interessant ist, ist, wenn ich mit einem anderen offenen Emotionalzentrum in Kontakt bin – weil manchmal definiert man sichs ja gegenseitig – und manchmal eben nicht.

Hab ich auch bei meinen Ehemännern in unterschiedlicher Weise „genossen“. Beim 1. Ehemann haben wir uns gemeinsam unser Emotionalzentrum definiert – beim 2. und beim 3. blieb das Emotionalzentrum auch im Zusammensein offen.

Was mich jetzt nicht mehr wirklich verwundert, wenns da „nicht knistert“, wenn wir zusammen waren/sind – kanns ja auch irgendwie gar nicht, wenn wir beide für uns – und auch zusammen – keine nachhaltigen Emotionen aufbringen.

Ist schon interessant, dass es da wirklich so grosse Übereinstimmungen mit der Realitiät gibt – und eben auch unterschiedlichste Re-Aktionen bei unterschiedlichen Konstellationen.

Konkret heißt das jetzt für mich, dass ich nur im Zusammensein mit einem definierten Emotionalzentrum auch wirklich Emotionen (aus)leben kann – allerdings sind das dann eben nicht meine – sondern der Spiegel meines Gegenübers.

Ich für mich alleine bin emotional eher nüchtern und besonnen – und auch im Zusammenhang mit emotional offenen Menschen bleibt es oftmals bei diesem Zustand.

Was mir in diesem Zusammenhang sehr viel gebracht hat war die Tatsache, dass dies auch wirklich so sein kann – und ich mir nicht mehr „komisch“ vorkomme, nur, weil es eben bei mir so ist 🙂

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